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Studienseminar Braunschweig
für das Lehramt an Gymnasien

Leitlinien für die Ausbildung und Prüfung


 
 

 Leitlinien und Beschlüsse
für Ausbildung und Prüfung
am  Studienseminar Braunschweig
(-beschlossen von der Seminarkonferenz am 16. Oktober 2000-)
 



Gliederung
 

1 Ausbildung
1.1 Inhalte
1.2 Unterricht zu Ausbildungszwecken
1.2.1 Unterrichtsbesuche
1.2.2 Besondere Unterrichtsbesuche
1.2.3 Besprechung von  Unterricht
1.2.4 Entwurf
1.3 Die Arbeit in den Seminaren
1.4 Ausbildungsgespräche

2 Prüfung
2.1 Hausarbeit
2.2 Ausbildungsgutachten
2.3 Prüfungsunterricht
2.4 Mündliche Prüfung

· Anlagen:

1. Modell des Unterrichtsentwurfs
2. Kriterien der Unterrichtsbewertung
3. Hinweise zur Abfassung der schriftlichen Hausarbeit
4. Zeitstruktur für den Unterricht zu Ausbildungszwecken
 
 
 

1 Ausbildung

1.1 Inhalte
Die Ausbildung umfasst das gesamte gymnasiale Curriculum, um die Vergleichbarkeit mit anderen Studienseminaren, auch bundesweit, zu gewährleisten.
In Absprache mit dem Niedersächsischen Kultusministerium bietet der Standort Braunschweig den Auszubildenden drei zusätzliche Schwerpunkte an:
· Bilingualer Unterricht
· Integrative Medienpädagogik
· Darstellendes Spiel
Den Studienreferendarinnen und Studienreferendaren werden diese drei Möglichkeiten im 1. Ausbildungsquartal vorgestellt. Sie können in der Regel einen der Schwerpunkte wählen und ein Zertifikat erwerben. Daneben erfolgt für alle Auszubildenden eine grundlegende Einführung in den Umgang mit den Neuen Technologien, die künftig den Erwerb des Internet-Führerscheins einschließt.
 

1.2 Unterricht zu Ausbildungszwecken
1.2.1 Unterrichtsbesuche
Ziel der Unterrichtsbesuche ist die Beratung der Referendarinnen und Referendare; das gilt vor allem für die Anfangsphase der Ausbildung. Im weiteren Verlauf muss der Gesichtspunkt der Gewichtung der Leistung und des Erfolgs hinzukommen.
Die Ausbilder müssen die Möglichkeit haben, Einsicht in die Planung der Stunde nehmen zu können. Hierfür eignen sich z. B. ein Kurzentwurf oder eine Kopie der eigenen Unterrichtsvorbereitung. Da die Auszubildenden  durch Unterricht in eigener Verantwortung einer großen  Belastung ausgesetzt sind, muss darauf bei den Anforderungen an Häufigkeit, Terminierung, Lerngruppenauswahl und Inhalten Rücksicht genommen werden.
 
1.2.2 Besondere Unterrichtsbesuche
Wegen des Unterrichts in eigener Verantwortung wird es immer schwieriger für die Referendarinnen und Referendare, an Besonderen Unterrichtsbesuchen ihrer Kollegen teilzunehmen. Dennoch sollte jeder Auszubildende während des Referendariats in jedem Fach an mindestens vier Besonderen Unterrichtsbesuchen (verteilt auf Sek I und Sek II) teilnehmen, sofern dies im jeweiligen Fachseminar möglich ist.
Grundsätzlich:  Die Besonderen Unterrichtsbesuche zählen im Sinne des §10 PVO-Lehr II zu den Ausbildungsveranstaltungen.
 
1.2.3 Besprechung von Unterricht
Verschiedene Formen der Besprechung sind möglich, die Fachseminare können sich darüber verständigen. Allerdings sollte die Besprechung nicht länger als die vorgeführte Stunde dauern. Zwischen Stunde und Besprechung sollte eine Besinnungspause von mindestens 10 Minuten liegen.
Die Besprechung von Unterricht sollte klar strukturiert sein und deutliche Akzente setzen. Entwurfsschwächen spielen nur dann eine entscheidende Rolle, wenn sie unterrichtsrelevant sind. Dabei müssen individuelle Ausbildungssituationen und die möglichen psychischen Belastungen Berücksichtigung finden.
Fachlehrerinnen und Fachlehrer sollen an den Besprechungen beteiligt werden; das gilt auch für Besondere Unterrichtsbesuche und Prüfungen.
Für die Besprechung des Prüfungsunterrichts gilt, dass dort die Prüfungskommission der Adressat ist.
 
1.2.4 Entwurf
Für alle Fachseminare gilt gemäß Beschluss der Seminarkonferenz vom 16. Oktober 2000 das als Anlage 1 angefügte Modell.
Die Entwürfe für die Besonderen Unterrichtsbesuche und die Prüfungsunterrichte I und II sind am Vortage um 12 Uhr im Studienseminar abzugeben; sofern die Stunden an einem Montag liegen schon am Freitag (Dienstanweisung an die Auszubildenden beider Seminare vom 2.9.1994).
 
 
 
 1.3 Die Arbeit in den Fach- und Pädagogikseminaren

 1.3.1  Unterrichtsplanung
 Um den Referendarinnen und Referendaren den Unterricht in eigener Verantwortung zu erleichtern, den sie schon nach einer kurzen Einführungsphase übertragen bekommen, muss die konkrete Unterrichtsplanung in den Anfangswochen ausführlich erarbeitet werden.

1.3.2    Protokolle der Fachsitzungen
Auf Grund von Nr. 6 der DB zu § 10 PVO - Lehr II ist es erforderlich, Protokolle über alle Seminarveranstaltungen zu sammeln. Im Sinne der Verantwortlichkeit des Seminarleiters für die gesamte Ausbildung ist es notwendig, diese in regelmäßigen Abständen (etwa aller vier Wochen) im Sekretariat abzugeben.
 

1.4 Ausbildungsgespräche
Zeitpunkte:  Ausbildungsgespräche finden immer bis zum Schulhalbjahresende statt, also:
1. Ausbildungsgespräch bis Ende des 5. Ausbildungsquartals;
2. Ausbildungsgespräch bis Ende des 7. Ausbildungsquartals.
Beim ersten Ausbildungsgespräch sollte eine Bewertungstendenz dadurch erkennbar sein, dass Gütekriterien in allgemeiner Form genannt werden (etwa: „sehr erfreulich“, „gute Fortschritte gemacht“, „noch verbesserungsbedürftig“ o. ä.). Beim zweiten soll dem Prüfling die Note genannt werden.
Die Grundlage der Ausbildungsgespräche bilden die von der Seminarkonferenz am 10.3.1994 beschlossenen „Kriterien der Unterrichtsbewertung“ (s. Anlage 2).
Nach dem Gespräch fertigt die Fachleiterin/der Fachleiter eine Aktennotiz an (Formular) und gibt diese innerhalb der nächsten 14 Tage im Seminar ab, um der Seminarleitung den Überblick zu ermöglichen.
 

2 Prüfung

2.1 Hausarbeit
Da diese ein Teil der Prüfung ist, müssen die Prüflinge sie selbstständig anfertigen. Allerdings sollte eine Beratung durch die Fachleiter/innen erfolgen. Alle Ausbilder verpflichteten sich zur Beratung, wenn auch in unterschiedlicher Form (z.B. individuell; auf einer Fachsitzung). Dabei kommt es vor allem auf die Vorbesprechung bei der Themenauswahl an.
Die Fachleiterinnen und Fachleiter sollen die von ihnen anhospitierten Stunden sehr zurückhaltend besprechen, um die Selbstständigkeit der Prüflinge nicht einzuschränken.
Besondere Unterrichtsbesuche sind nicht Bestandteil der Unterrichtsreihe.
Nach der Durchführung der Unterrichtseinheit schlägt der Prüfling dem Seminarleiter ein Thema vor, von dem nicht ohne schwerwiegende Gründe abgewichen werden sollte, da das Vorschlagsrecht des Prüflings Verordnungsrang besitzt (§ 15 PVO - Lehr II). Allerdings bleibt die Mitverantwortung des Seminarleiters und der Ausbilder bestehen.
Den formalen Rahmen der Hausarbeit stellen die „Hinweise zur Abfassung der schriftlichen Hausarbeit“ dar (Anlage 3). Abweichungen muss der Seminarleiter vor Beginn der Unterrichtsreihe nach Absprache mit Ausbilder und Auszubildendem auf der Grundlage eines schriftlichen Antrags genehmigen.
Ein Teil des Unterrichts zu Ausbildungszwecken kann (gemäß Nr. 3.1 der DB zu § 11 der PVO - Lehr II) aus der Endphase der Hausarbeit verlagert werden; der Unterricht in eigener Verantwortung bleibt davon allerdings unberührt.
Ø Für die letzten vier Wochen vor Abgabe der Hausarbeit sind die Prüflinge von der Teilnahme an den Pädagogiksitzungen befreit, gleiches gilt für die Fachsitzungen.
 
2.2 Ausbildungsgutachten
Zur äußeren Form:  Es sollte die Begrifflichkeit der PVO-Lehr II verwendet werden.
    Studienseminar Braunschweig                                                                Braunschweig, den...
    für das Lehramt an Gymnasien
    Fachleitername
    Prüfungstermin  Frühjahr/Herbst 20..
 
 Beurteilung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Leistungen von
      Frau/Herrn Studienreferendarin/Studienreferendar ....
                                                           gemäß § 16 PVO-Lehr II
Die Ausbildungsnote muss als ganze Zensur und in Klammern auch als Ziffer genannt werden. Auch beim Gutachten sollte der erwähnte „Kriterienkatalog“ (Anlage 2) berücksichtigt werden. Außerdem müssen die schulischen Gegebenheiten und die individuelle Situation der Auszubildenden gewürdigt werden; standardisierte Anforderungen und Formulierungen sind zu vermeiden.
 .
2.3 Prüfungsunterricht
Die Verantwortung für das Thema trägt die Fachleiterin bzw. der Fachleiter; sie bzw. er muss auf jeden Fall die Fachlehrerin bzw. den Fachlehrer ausführlich anhören; geeignete Vorschläge des Prüflings sind zu berücksichtigen.  Die Auszubildenden müssen in ihrem Entwurf das gestellte Thema wörtlich übernehmen.
Bei der Besprechung von Prüfungsunterricht soll und kann es nicht darum gehen, den Unterrichtsverlauf nachzuzeichnen; vielmehr sollten deutliche Akzente gesetzt werden, die eine Bewertung ermöglichen. Die Funktion des Entwurfs ist in Nr.5 der DB zu § 17 PVO-Lehr II beschrieben. Er kann daher bei der Besprechung nicht im Vordergrund stehen.
Da die Besprechung von Prüfungsunterricht einzig die Aufgabe einer begründeten, nachvollziehbaren Notenfindung hat und alle Mitglieder der Prüfungskommission hierbei gleichberechtigt sind, ergibt sich in diesem Fall aus Gründen der Vergleichbarkeit die Zweckmäßigkeit eines ritualisierten Ablaufs der Besprechung in der bekannten Weise.
 
2.4 Mündliche Prüfung
Die einstündige mündliche Prüfung (jeweils 20 Minuten für Pädagogik und für jedes der beiden Fächer) besteht aus drei gleichwertigen, zeitlich zusammenhängenden Teilen. Vorbereitungen anhand von Texten soll es für die Referendarinnen und Referendare grundsätzlich nicht mehr geben. Die Prüfungen sollten sich an Thesenpapieren zu selbstgewählten Schwerpunkten orientieren. (Fachleitertagung beider Studienseminare am 5. und 6. 7.1990)
Die Prüflinge bereiten sich zu jeder mündlichen Prüfung auf zwei Themen vor, die beide Bestandteil der Prüfung sein sollten.

 

 

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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 15.08.2002
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